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Erkennungsmechanismen und Betriebsaufwand trennen Spreu und Weizen
Eine der Kernaufgaben einer WAF ist, zu gewährleisten, dass nur URL-Aufrufe, die zur Anwendung gehören, zugelassen werden. Andersherum gesagt: Ressource-Zugriffe unterhalb der Webserver-Wurzel, z.B. auf DLLs, Dateiversionen oder gar interne Anwendungen müssen abgefangen werden.
Dynamic Profiling statt manuelle Konfigurationsorgien
Moderne Lösungen können dynamisch im Betrieb lernen. Nach dem Aufruf einer erlaubten Start-URL analysiert die WAF alle vom Webserver zurückgelieferten Webseiten und fügt deren URLs der dynamischen Policy hinzu, die sie im Hauptspeicher hält. Das Problem: Nicht gelernte URLs blockiert sie und somit auch alle verlinkten URLs, die noch nicht aufgerufen wurden. URL-Crawler, die alle Links verfolgen, können hier Abhilfe schaffen.
In der Praxis hat sich die Kombination aus statischer Start-Policy und dynamischem Lernen als sehr brauchbar erwiesen. Von Sicherheitslösungen, die rein statisch arbeiten, wie z. B. das quelloffene Tool mod-security für den Apache Webserver, ist aufgrund ihrer unzureichenden Angriffsabdeckung und dem immensem Betriebsaufwand eher abzuraten.
Input Validation statt SourceCode-Review
Eine weitere zentrale Aufgabe einer WAF ist Input Validation. Weil das größte Angriffspotenzial in Injection-Angriffen (SQL- / Command- Injections, Cross Site Scripting) liegt, müssen Parameterkontrollen (Session IDs, Wertebereiche) exakt ausgeführt werden. Wert und Länge jedes einzelnen Parameters der Webanwendung individuell in der WAF zu konfigurieren - noch dazu - wenn häufige Änderungen in der Anwendung die Regel sind, grenzt an Sisyphos-Arbeit. Gute Lösungen bieten hierfür Blacklists, die sämtliche Arten von Injection-Angriffen adressieren und zeitnah aktualisiert werden.
Neben der Kontrolle der Benutzereingaben muss die WAF aber auch deren Integrität der Read-Only-Parameter prüfen. Das funktioniert am besten dynamisch, indem sich die WAF zur Laufzeit der Session die Werte der von der Applikation erstmals an den User ausgelieferten Parameter merkt.
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