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Backstage Detect & Defend: Wer braucht schon Spione?

Die Detect&Defend 2017 stand unter dem Motto "Im Dienste der Sicherheit". Agenten-Stil überall!Geheime Botschaften

Und wieder bin ich umgeben von interessanten Gästen und Kollegen in Black Tie. Sie sehen mich nicht, wenn ich hinter den Reihen von Kamera zu Kamera schleiche. Aber ich sehe Sie. Und das ist gut so: schließlich steht die Detect & Defend 2017 ganz im Zeichen der Spione und Geheimagenten.

Passend zum Thema habe ich bereits im Vorfeld die geheime Nachricht erhalten, dass eines der Autos für die Bühnendeko dank neuester Tarntechnologie unsichtbar bleiben wird.

Naja, Hauptsache wir haben den legendären DB5. Er steht da und blitzt und blinkt, ein Manifest des coolen James Bond Flairs. Was für ein passender Auftakt für die glamouröseste Detect & Defend seit ungefähr… immer.

Neuer Besucherrekord

Diese Detect & Defend ist drauf und dran, die Besucherkapazitäten des Veranstaltungsforums Fürstenfeld zu sprengen. Auf der Gästeliste sind beeindruckende Firmennamen aus den unterschiedlichsten Branchen zu finden: Finanzen, High-Tech, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Chemie, Fertigungsindustrie….

Der gesamte deutschsprachige Raum ist in Fürstenfeldbruck präsent, um „Die Messe für Security Spezialisten“ (so stand es in der Bild) zu besuchen. Insgesamt sind über 180 Besucher und 100 Aussteller, Betreuer und Referenten vor Ort.

Hochkarätiges Programm

In drei Tracks referieren innovative Branchenführer und clevere Startups über die heißesten Themen der Cyber-Security: Wie können uns selbstlernende Systeme und intelligente Algorithmen helfen, Cyberangriffe schneller zu erkennen und besser abzuwehren? Wie können wir die Cloud absichern und uns ihr enormes Potenzial zur Cyberabwehr dienstbar machen? Was ist der Stand der Technik in Schutz und Vernetzung mobiler Geräte? Ist das ausufernde „Internet of Things“ sicherheitstechnisch in den Griff zu bekommen?

Security Spezialisten von agileSI™, Anomali, Cyberbit, Cybereason, Cylance, Echo, Exabeam, ForeScout, Lastline, LogRhythm, NetMotion, Palo Alto Networks, Skygigh, Splunk, Tanium, Tenable, Vectra Networks und Veracode – insgesamt sind 18 Partner auf der Detect & Defend 2017 vertreten. Das Who-is-Who der Branche.

Prickelnde Keynotes

Abgerundet wird die Tagung durch prickelnde Keynotes aus dem Agentenmilieu: Ex-Agent Leo Martin verrät Geheimnisse aus dem angewandten Social Engineering – eine Technik, die im Nachrichtendienst längst zur Infiltration von Organisationen eingesetzt wird. Auf raffinierte Weise werden so Informanten angeworben und Ziele für Observation und Spionage ausgewählt. Interessant, welche Psycho-Kniffe verwendet werden, um sich ins Unterbewusstsein einzuschleichen.

Ich spüre einen gewissen Impuls, dem Referenten meine Privatadresse und Telefonnummer zu geben, kann mich aber gerade noch beherrschen.

Ebenso empfehlenswert: der Impuls von Agent Andreas „M“ Mertz.

Jackpot! Die Abendveranstaltung

Der glamouröse Abschluss des Kongresstages ist die Abendveranstaltung unter dem Titel „Casino Royale“: An vier Kasinotischen können sich die Besucher mit Cube-Dollars in BlackJack und Roulette versuchen. Der glücklichste Gewinner kann einen Jochen Schweizer Cocktailkurs abstauben. Für die Plätze Zwei und Drei stehen Champagnerflaschen bereit.

Alle anderen gewinnen zumindest einen exzellenten Einblick in den topaktuellen Stand der Cybersecurity. Und ein einmaliges Kartenspiel, durch das iT-CUBE noch bei so mancher privaten Pokerpartie mit am Tisch (oder zumindest auf dem Tisch) dabei sein wird.

Geschüttelt, nicht gerührt: Der Workshoptag

Das Programm geht mit Volldampf weiter. In spannenden Hands-On Demonstrationen geben die Spezialisten Einblick in die Funktionsweise ihrer Produkte. Jens „Blofeld“ Freitag bringt Licht in die Schatten-IT. Nicht fehlen darf natürlich agileSI™: Die SAP®-Experten zeigen, wie einfach sich die potenziell wichtigste Business-Applikation im Unternehmen absichern lässt. LogRhythm und Vectra gegeben Einblicke in fortgeschrittene Angriffserkennung, Cybereason bläst zur Jagd auf mehrstufige APTs, und Skyhigh zeigt, wie man die Cloud sicher macht. Das ist gut, denn Wolken gibt es genug heute. Zumindest ist die Außentemperatur nicht völlig in den Keller gegangen.

Ein besonderes Highlight: Hacker-Cube Lion Nagenrauft zeigt live, wie man sich über eine unsichere Webapp Zugriff verschafft.

Das beantwortet in gewisser Weise auch die Eingangsfrage: In Zeiten von Profi-Angreifern, die wie IT-Firmen organisiert sind, brauchen wir dringend unsere eigenen Hacker und Cyberspione. Sicherheit muss ständig auf dem Prüfstand bleiben, denn wenn wir selbst es nicht tun – die echten Kriminellen finden die Schwachstellen garantiert. Und sie sind gnadenlos.

So geht schließlich auch der zweite Tag dieser spektakulären Detect & Defend zu Ende.

Was mich betrifft: Mission erfolgreich ausgeführt.

Dieser Blog wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören. Also schnell noch die Bilder ansehen!

P.S.: Wer es nicht zur Detect & Defend geschafft hat, bekommt dieses Jahr erstmals die Chance, alle Vorträge des Konferenztages live als Onlinepräsentation zu besuchen. Einfach die interessantesten Tracks herauspicken bei der virtuellen Detect & Defend!


Bild: ©iStock/felixmizioznikov

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